Auf der Suche nach Wasser
Nachdem ich endlose 2 Monate hinter dem Schreibtisch gehockt habe, um mich für die Uni vorzubereiten, war es endlich wieder Zeit ins Boot zu kommen. So der Plan: über Ostern 8 Tage Korsika, danach noch ein paar Tage ins Piemont.
Nach 16 Stunden Fahrt, einem kurzen Zwischenstopp in München, um einen Freund abzuholen, befanden wir uns im Morgengrauen an der Fähre in Livorno. Endlich an Deck, konnten wir den Schlaf nachholen, der uns in der Nacht durch die Fahrt genommen wurde.

Dann endlich zeigt sich der Umriss der kleinen Insel am Hintergrund, der langsam schärfer und schärfer wird. Die „Ile de Beaute“ , genannt die Insel der Schönheit kommt näher und näher. Es ist für mich das 5 mal auf Korsika, und meine Vorfreude ist groß, nur die Tatsache, dass die Wassserstände ziemlich niedrig sind und somit nur einige Flüsse paddelbar sind, dämpfen dieses Gefühl.
Egal, wir wollen uns ein eignes Bild machen, starten auf der Insel mit einer Tasse Kaffee und einem Pain au Chocolat, und machen uns direkt auf zum Travo, einer der beliebtesten Flüsse auf Korsika .

Fluss: Travo, Paddler: Jonas Grünewald, Foto: Max Eberl
Der Wasserstand ist sehr niedrig, trotzdem setzten wir ein, und finden einige nette Rutschen und Stufen im Kern teil.
Am Abend geht’s dann direkt weiter zur Westküste, da Gerüchte im Umlauf sind, dass die Wasserstände dort besser sein sollen. – Falsch-
Auch hier befahren wir Flüsse bei niedrig Wasser, haben aber trotzdem so viel Spass, dass wir sogar die Rizzanese, mit ihrem 10 m Wasserfall gleich 2 mal fahren und dabei 6 andere Paddlergruppen überrunden.

Fluss: Rizzanese, Paddler: Jonas Grünewald, Foto: Andreas T.
Ich bin sehr froh, dass ich die Chance habe, die Rizzanese, wenn auch bei wenig Wasser, paddeln zu können, denn sie wird durch ein Wasserkraftwerk in den nächsten Jahren zerstört und es ist wahrscheinlich die letzte Chance für eine Befahrung.

Fluss: Rizzanese, Paddler: Max Eberl, Foto: Jonas Grünewald
Abends kochen und essen wir bei einem wunderbaren Sonnenuntergang und schlafen auf einem Aussichtspunkt. Korsika zeigt sich von seiner besten Seite, und somit haben wir gar keine Zeit über die schlechten Wasserstände nach zu denken.

Bucht von Propriano im Sonnenuntergang, Foto: Jonas Grünewald
Bei solchen Ausblicken weiß ich warum Haufen an Paddler jedes Jahr nach Korsika kommen. Es ist nicht nur das Wildwasser, es ist die Kombination des Lifestyles mit der Natur mit den paddelbaren Flüssen, die jeden faszinieren.

Abendessen mit Traumhaften Ausblick, Foto: Jonas Grünewald
Am nächsten Tag wird noch schnell der Taravo gepaddelt, dann geht es auf zum Kayaksession- Festival am Tavignano. Das Kajakmagazin organisiert zum 3mal in Folge ein Treffen auf Korsika und an diesem Abend findet die große Party statt. Ich treffe dort Freunde aus Norwegen, Tschechien, Spanien, Österreich und der Schweiz.

Kayaksession-Festival, Foto: Jonas Grünewald
In den nächsten Tagen kommen noch Fahrten auf Vecchio, Fium Orbo und tavignano in unser Fahrtenbuch, dann legt am Montagabend die Fähre in Richtung Italien wieder ab. Wir steuern die Piemont Region in Italien an, müssen aber feststellen, dass diese genauso trocken ist, wie Korsika und entscheiden uns daher dann direkt den Heimweg anzutreten und wieder zu kommen wenn die Flüsse randvoll sind.

Fo
Aktualisiert (Dienstag, den 10. Mai 2011 um 22:14 Uhr)



